Das Jahr 2026 ist bereits ein paar Monate alt und die Mitgliederversammlung liegt ebenfalls schon zurück. Wie es in unserem Vereinsleben so ist, fallen häufig mehrere Dinge gleichzeitig an, wodurch andere länger liegen bleiben.
Unsere Reflexion zum Jahr 2025 liegt schon etwas zurück, entsprechend ist es meiner Ansicht nach an der Zeit, einen kurzen Einblick zu geben, was seither alles passiert ist.
Ein Dankeschön

Im Rahmen der Generalversammlung hat Nikola den Vorstand verlassen. Nikola war bereits bei der 70 StuTS maßgeblich an der Organisation und Durchführung beteiligt und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins und das, obwohl er mit Linguistik eigentlich nichts zu tun hat. Seit der Gründung war Nikola unser moneyboy und hat entsprechend dafür gesorgt, dass die Finanzen ordentlich verwaltet werden.
Wir danken ihm für sein Engagement und dafür einem Haufen Linguist:innen in finanziellen Sachen zur Seite gestanden zu haben und wünschen ihm alles Gute. Und natürlich freuen wir uns, dass wir ihn trotzdem weiterhin sehen.
Neue Gesichter
Mit der Generalversammlung wurde der Vorstand neu gewählt. Viele Gesichter bleiben die gleichen, weshalb ihr auf der Teamseite weiterhin Laura, Dina, Marina und mich (René) sehen könnt. Aber wir dürfen auch zwei neue Gesichter begrüßen.
Janina Deilke forscht am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck im Projekt IndeKS. Dort beschäftigt sie sich damit, wie Sprecher:innen Kommunikationsverben mit situativen Kontexten verknüpfen. Wir haben Janina auf der 49. Österreichischen Linguistiktagung kennengelernt, wo sie einen spannenden Vortrag unter dem Titel „Sprecher*innenwissen zu Kommunikationsverben: Methodenvergleich von Rating, Elicitation und Pile-Sorting“ gehalten hat. Janina ist seit der Generalversammlung nun Kassiererin bei uns. Und wir – und besonders ich – freuen uns, dass wir nun ein Vorstandsmitglied an meiner Alma Mater, der Universität Innsbruck, dabei haben.


Stefan Gstöttenmayr studiert Angewandte Linguistik und DaF/Z im Master. Sein Schwerpunkt liegt auf Variationslinguistik, Soziolinguistik und Diskursanalyse. Er arbeitet als Office Manager an der FH Wien der WKW und Studienassistent an der Uni Wien und ist zudem wie ich Projektmitarbeiter beim Forschungsprojekt MultilinguA.I., wo wir uns anschauen, wie generative KI im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden kann. Auch Stefan haben wir so richtig an der 49. Österreichischen Linguistiktagung kennengelernt, wo er eine Präsentation zum Thema „Konjunktiv II-Verwendung im Ostmittelbairischen: Eine soziolinguistische Untersuchung im Bezirk Amstetten“ gehalten hat. Stefan ist als Schriftführer Teil des Vorstands und organisiert gerade mit Marina hauptverantwortlich die 3. spraWIEN. Wir freuen uns, dass wir ihn dabei haben.
Die lange Nacht der Forschung

Am 24.04.2026 fand die Lange Nacht der Forschung statt. Unter dem Titel „Wie er:leben wir Sprache:n?“ haben Lukas Nemesthoty, Hanna Doppler, Carola Koblitz, Stefan Gstöttenmayr und ich, René Foidl, uns gefragt, wie Sprache prägt, wer wir sind und wie wir durch und mit Sprache die Welt wahrnehmen. Die interaktive Mitmachstation deckte dabei Themen wie Mehrsprachigkeit, Phonoästhetik sowie KI und Sprache ab.
Bild: © Markus Korenjak
3. spraWIEN
Die 3. spraWIEN befindet sich aktuell in den finalen Zügen. Die Abstracts wurden reviewt und die Zusagen sowie Absagen sind mittlerweile ausgeschickt. Mit beinahe 70 Einreichungen hat sich die Anzahl der Beiträge im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Einreichungen haben wir nicht nur aus Österreich, sondern unter anderem auch aus der Schweiz, der Slowakei, den USA, China, Pakistan und Tansania erhalten. Die spraWIEN ist mittlerweile also keine lokale, sondern eine internationale Tagung für Studierende, Absolvent:innen sowie Interessierte an sprachbezogener Wissenschaft geworden.
Um möglichst vielen Menschen Raum zu geben, haben wir unsere räumlichen Kapazitäten am Institut für Sprachwissenschaft an der Universität Wien vollkommen ausgeschöpft. Leider mussten wir dennoch vielen Personen absagen. Dies bedeutet aber nicht, dass die eingereichten Beiträge schlecht waren. Das double-blind Peer Review sorgte dafür, eine faire Platzvergabe zu gewährleisten und ab einer Punktzahl von 4,2 von 5 waren bereits alle Plätze belegt.
Wenn du noch teilnehmen möchtest, kannst du dich bis zum 31.05.2026 als Teilnehmer:in anmelden.
Dies und das
Neben all diesen Dingen sind natürlich auch andere Projekte am Laufen. Wir arbeiten aktuell an einer Publikation der Proceedings der 49. Österreichischen Linguistiktagung mit der Slovak Academy of Sciences und an der Publikation der Proceedings der 2. spraWIEN mit der Wiener Linguistischen Gazette. Auch eine Teilnahme an der 50. Österreichischen Linguistiktagung ist angedacht, ebenso wie weitere Ideen zu einem Studierendenseminar an der Sprachwissenschaft in Wien, einem Podcast und anderen Formaten.
Und, was vielleicht auch wichtig ist, das Protokoll der Generalversammlung und der Finanzbericht für 2025 sind online.
Wenn du ein Projekt, eine Idee hast, oder mitwirken willst, dann melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns.

