{"id":939,"date":"2025-12-30T15:32:07","date_gmt":"2025-12-30T14:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/emerginglinguists.org\/?p=939"},"modified":"2025-12-30T15:32:08","modified_gmt":"2025-12-30T14:32:08","slug":"vom-hoersaal-ins-orga-chaos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/vom-hoersaal-ins-orga-chaos\/","title":{"rendered":"Vom H\u00f6rsaal ins Orga-Chaos"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Normalerweise ist der Uni-Alltag ein gesch\u00fctzter Raum: man pr\u00e4sentiert vor Kommiliton*innen, die man kennt, und Dozierenden, die einen bewerten. Doch am verl\u00e4ngerten Wochenende (5.-8. Dezember) verwandelte die <a href=\"https:\/\/conference3.aau.at\/event\/149\/\">49. \u00d6sterreichische Linguistiktagung die Universit\u00e4t Klagenfurt <\/a>in ein internationales Zentrum der Sprachwissenschaft: und wir waren nicht nur als G\u00e4ste geladen! Im Rahmen einer von Dr. Steven Schoonjans angebotenen <a href=\"https:\/\/campus.aau.at\/studium\/course\/123569\">Lehrveranstaltung <\/a>durften wir den Workshop der <em>Emerging Linguists'<\/em> aktiv mitgestalten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kontrast zum normalen Uni-Alltag h\u00e4tte kaum gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnen. Bei der Workshop-Organisation wird Teamwork gro\u00dfgeschrieben: Laura, Marina und Ren\u00e9von den <em>Emerging Linguists'<\/em> haben uns gezeigt, dass eine Tagung weit mehr ist als nur ein paar PowerPoint-Folien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Einsatz begann schon lange vor dem eigentlichen Termin beim Abstract-Review. F\u00fcr viele war das eine fast schon \u201eeigenartige\u201c Erfahrung: Als Bachelor-Studierende die wissenschaftliche Qualit\u00e4t anderer Arbeiten zu beurteilen und nach einem Punktesystem zu entscheiden, wer pr\u00e4sentieren darf, war eine Lektion in Sachen wissenschaftlicher Verantwortung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zwei Teams, ein Ziel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um einen reibungslosen Ablauf zu gew\u00e4hrleisten, wurden wir in zwei schlagkr\u00e4ftige Gruppen aufgeteilt. Die Studierendensektion \u00fcbernahm die Moderation, stellte die Vortragenden vor und leitete Diskussionen. Auch die Technik \u2013 von der Aufnahme bis zur Audiowiedergabe \u2013 lag in unserer Hand. Die zweite Gruppe bildete das R\u00fcckgrat der Tagung. Sie k\u00fcmmerte sich um das Tagungsb\u00fcro, die Erstellung der Tagungsmappen und die gesamte Raum-Infrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00d6LT ist die gr\u00f6\u00dfte Linguistische Tagung \u00d6sterreichs. \u00dcberall auf dem Campus traf man auf gestandene Wissenschaftler*innen aus \u00d6sterreich, Deutschland und dar\u00fcber hinaus. In den G\u00e4ngen wurde \u00fcber Phonologie debattiert, in den H\u00f6rs\u00e4len reichten die Sektionen von historischer Sprachwissenschaft, \u00fcber Sprache und Musik bis hin zu digitaler Slawistik.<br>Und genau mittendrin: Wir. Der Nachwuchs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders spannend war es f\u00fcr diejenigen aus unseren Reihen, die selbst ein Abstract eingereicht hatten und nun, im Rahmen des <em>Emerging Linguists Workshop<\/em>, ihre eigenen Forschungsergebnisse erstmals vor einem Fachpublikum pr\u00e4sentieren durften:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ich war vor meinem Vortrag nerv\u00f6ser als vor der Matura! Doch als ich es hinter mir hatte, ist die Anspannung von mir abgefallen. Ich bin unglaublich froh und dankbar, dass ich diese gro\u00dfartige Erfahrung machen durfte!<br><\/em>\u2013 &nbsp;Studentin der Universit\u00e4t Klagenfurt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gef\u00fchl, wenn der eigene Vortrag vorbei ist und die erste fachliche Frage aus dem Publikum kommt, ist eine Mischung aus Erleichterung und purem Stolz. Wir haben nicht nur gelernt, wie man eine Tagung organisiert, sondern auch wie es sich anf\u00fchlt, Teil einer wissenschaftlichen Community zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Programm spannte einen beeindruckenden Bogen von forensischer Linguistik und algorithmusgest\u00fctzten Analysen \u00fcber Dialektforschung und Diskursanalyse bis hin zu japanischen Rollensprachen, Sprachlandschaften und pragmatischen Ph\u00e4nomenen wie dem Sprechakt Danken. Kurz: alles, was die junge Linguistik spannend, bunt und hochrelevant macht. Der Workshop bot eine B\u00fchne f\u00fcr neue Perspektiven, methodische Vielfalt und kritische Diskussionen \u2013 und nat\u00fcrlich Raum zum Netzwerken, Austauschen und Plaudern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was wir mitnehmen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir verlassen dieses Projekt mit einem Koffer voller wertvoller Erfahrungen. Das \u201eOrga-Chaos\u201c im Hintergrund \u2013 die Technik-Checks, das Zeitmanagement, die Moderation \u2013 hat uns zwar ordentlich auf Trab gehalten, aber es hat uns auch geerdet. Wir haben gelernt, dass auch bei den Profis mal ein Kabel nicht passt oder eine Diskussion l\u00e4nger dauert als geplant und vor allem: dass wir bereit f\u00fcr die wissenschaftliche B\u00fchne sind. Einige von uns sind jetzt so motiviert, dass sie sich bereits f\u00fcr die n\u00e4chsten internationalen Tagungen bewerben wollen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein riesiges Dankesch\u00f6n geht an das Team der <em>Emerging Linguists'<\/em> \u2013 Laura, Marina und Ren\u00e9. Danke f\u00fcr euer Coaching, euer Vertrauen und die Geduld, mit der ihr uns durch diesen Prozess begleitet habt. Ihr habt uns gezeigt, dass die Linguistik nicht nur in B\u00fcchern stattfindet, sondern von einem inspirierten Miteinander und dem echten Austausch auf Augenh\u00f6he lebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir freuen uns schon auf das n\u00e4chste Mal!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Stella und Anna<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beitrag gibt Einblick in die aktive Beteiligung von Studierenden an der 49. \u00d6sterreichischen Linguistiktagung an der Universit\u00e4t Klagenfurt. Ein Erfahrungsbericht \u00fcber Teamarbeit, Mut, Austausch und den Schritt auf die akademische B\u00fchne.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":942,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-939","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=939"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":940,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939\/revisions\/940"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}