{"id":902,"date":"2025-06-10T13:19:25","date_gmt":"2025-06-10T11:19:25","guid":{"rendered":"https:\/\/emerginglinguists.org\/?p=902"},"modified":"2025-06-10T13:24:22","modified_gmt":"2025-06-10T11:24:22","slug":"der-phonetische-und-lexikalische-einfluss-des-dravidischen-auf-das-indoarische-ein-vergleich-von-perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/der-phonetische-und-lexikalische-einfluss-des-dravidischen-auf-das-indoarische-ein-vergleich-von-perspektiven\/","title":{"rendered":"Der phonetische und lexikalische Einfluss des Dravidischen auf das Indoarische: Ein Vergleich von Perspektiven"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>von Lorenz Sch\u00fcchter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einf\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die indoarischen und dravidischen Sprachen teilen sich seit geraumer Zeit den Subkontinent je nach Meinung und Autor bereits vor der Komposition des \u1e5agveda (Southworth, 2005) bzw. sicherlich in der vedischen Periode beginnend bis hin in die mittelindische (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ruzsa sind die bedeutendsten Einfl\u00fcsse des Dravidischen auf das Indoarische in dieser Zeit die Retroflexion, Wortentlehnungen, die Benutzung des Gerundiums und die sogenannte \u201aiti\u2018-Konstruktion (Burrow, 1955; Kuiper, 1974; Hock, 1996; Bryant, 199; Kobayashi, 2004).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Einfluss stamme dann aus einer dravidischen Substratsituation, also der sozialen Dominanz des Indoarischen (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ursprung dieses Einflusses wird dabei ebenfalls nicht von allen Expert:innen als gleich erachtet. Ruzsa h\u00e4lt ihn f\u00fcr eine Sprache, die phonologisch \u00e4hnlich wie Tamil ist (Ruzsa, 2009), Deshpande schlie\u00dft jedoch Tamil aus und postuliert eine der norddravischen Sprachen als Quelle des Einflusses. (Desphande, 1993)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00f6glichkeiten und Implikationen einer Arischen Invarsionstheorie muss hier au\u00dfer Acht gelassen werden und ebenfalls kann es sich bei allen in diesem Aufsatz behandelten Gegebenheiten hypothetisch auch immer um Entlehnungen einer dritten, unbekannten indigenen Sprache Indiens handeln, wie auch manche Etymologien vermuten lassen (Southworth, 2005).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Phonetische Einfl\u00fcsse<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Retroflexion<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Retroflexion ist ein phonetisches Ph\u00e4nomen, das typologisch besonders geh\u00e4uft im indischen Subkontinent, aber auch beispielsweise in den slawischen Sprachen auftritt (Hamann, 2003). &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist anzunehmen, dass entweder das Indoarische oder das Dravidische die Retroflexion von der jeweils anderen Sprache \u00fcbernommen hat, wobei eine parallele Entwicklung ebenfalls in Frage k\u00e4me, wie (Subramanya, 1932) annimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einiges spricht daf\u00fcr, dass das Dravidische der Ursprung der Retroflexion sein k\u00f6nnte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Dravidischen Sprachen gibt es eine starke dental \u2013 retroflex Opposition, die in den Indoarischen Sprachen lang gar nicht vorhanden war. Retroflexion l\u00e4sst sich bereits im \u1e5agveda beobachten und es scheint, als w\u00fcrden die Phoneme mit Retroflexen \u00fcber die Zeit bis hin zu den Pr\u0101krits mehr zunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigste Quelle davon ist der Verlust eines \/r\/ oder \/\u1e63\/, das die Retroflexion ausl\u00f6st wie in <em>prati -&gt; *pra\u1e6di -&gt; pa\u1e6di (eine Art Kleidungsst\u00fcck) <\/em>oder es lassen sich in sp\u00e4teren Pr\u0101krits gar keine Ausl\u00f6ser mehr finden wie in <em>n\u016b\u1e47a\u1e43 (sicherlich <\/em>in (Jaina) Mah\u0101r\u0101\u1e63\u1e6dr\u012b)(Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl die meisten Retroflexe im \u1e5agveda phonetisch bedingt und somit Allophone waren (<em>p\u016br\u1e47a <\/em>\u201eArt eines Baums\u201c), gab es bereits dort einige, die eindeutig nicht als Allophone zu erkl\u00e4ren sind (<em>ja\u1e6dhara <\/em>\u201eBauch, Leib\u201c) (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vokale<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Proto-Vedische besa\u00df die Vokale: *<em>a, *\u0101, *i, *\u012b, *u, *\u016b, *\u1e5b, *\u1e5d, &nbsp;*\u1e37<\/em> und die Diphthonge: *<em>\u0103i, *\u0101i, *\u0103u, *\u0101u. <\/em>Das Proto-Dravidische besa\u00df die Vokalpaare: *e, *\u0113 und *o, *\u014d und kein <em>*\u1e5b <\/em>oder<em> *\u1e37. <\/em>Die Entwicklung in der mittelindischen Periode <em>ai<\/em>\/ <em>au<\/em> -&gt; <em>\u0113<\/em> \/ <em>\u014d <\/em>k\u00f6nnte mit einem Einfluss des Dravidischen auf das Indoarische erkl\u00e4rt werden (Kobayashi, 2004; Steever, 1998).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Finale Konsonanten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die alt-dravidische Phonotaktik erlaubt nur bestimmte Konsonanten im Auslaut. Diejenigen, die sowohl das Altdravidische als auch das Indoarische im Auslaut zul\u00e4sst sind: \/n\/, \/m\/, \/r\/<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits im Vedischen ist nur noch ein einzelner Konsonant am Wortende zul\u00e4ssig, also keine <em>cluster. <\/em>Diese Elision, die Konsonantenverbindungen in finaler Position aufl\u00f6st, l\u00e4sst sich an einem gewissen Sandhi noch unvollendet sehen, wie bei: \u201e<em>dev\u0101\u1e43s tvam\u201c<\/em>, ein Sandhi aus <em>\u201edev\u0101n\u201c<\/em> (den K\u00f6nigen) und <em>\u201etvam\u201c<\/em> (du).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere finale Konsonanten haben keine Aspiration oder Stimmhaftigkeit bzw. sind schwach im Sandhi: <em>tasm\u0101t + j\u0101t\u0101 -&gt; tasm\u0101j j\u0101t\u0101 (von dort geboren)<\/em>. Diese Tendenz bleibt im Laufe der Pr\u0101krits bestehen und erinnert an die dravidische Art im Auslaut: Bei <em>clustern <\/em>entweder Elision oder ein automatischer Vokalauslaut mit \/a\/ oder \/u\/ (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sibilanten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Proto-Vedische besitzt die Sibilanten: <em>*s, *\u015b, *\u1e63<\/em> und deren Allophone <em>*z, *\u017a, *\u1e93<\/em>. Das Proto-Dravidische hingegen verf\u00fcgt \u00fcber keine Sibilanten, sondern blo\u00df \u00fcber die Affrikate \/c\/ mit dem Allophon initial und intervokalisch [s] \/[\u015b].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jene Allophone des &nbsp;Proto-Vedischen sind jedoch bereits im \u1e5agveda verschwunden. Eine Erkl\u00e4rung w\u00e4re der Austausch besagter Allophone mit den altdravidischen Approximanten: \/y\/, \/\u1e95\/, \/w\/. Wenn sich diese Approximanten mit den Vokalen verschmelzen, entstehen neue Vokale: <em>*mazdh\u0101 -&gt; *maydh\u0101 -&gt; *m\u0103idh\u0101 -&gt; *medh\u0101 (Weisheit). <\/em>(vgl. Avestisch: <em>Ahura<\/em> <em>Mazd\u0101<\/em>) Die zwei dabei auftretenden Ph\u00e4nomene sind ein Verlust des \/\u1e95\/ unter L\u00e4ngung des Vokals oder eine Reinterpretation des \/\u1e95\/ als \/r\/: <em>*ni\u1e93\u1e0da -&gt; *ni\u1e95da -&gt; *n\u012b\u1e0da<\/em> <em>(Nest) <\/em>bzw. <em>*dusga -&gt; *du\u1e93ga -&gt; *du\u1e95ga -&gt; durga<\/em> (<em>G\u00f6ttin Durg\u0101<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mittelindische Verschmelzung von \/s\/, \/\u015b\/, \/\u1e63\/ l\u00e4sst sich ebenfalls mit dem Auftreten der Affrikate mit den Sibilanten \/c\/ bzw. [s], [\u015b] als Allophonen im Alttamil in Verbindung bringen (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Cluster<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Proto-Dravidische besitzt keine<em> cluster<\/em>, sondern nur Geminaten und Nasale mit nachfolgendem homorganischen Plosiv. Dies macht die meisten Konsonantenverbindungen im Sanskrit unm\u00f6glich im Proto-Dravidischen (Lehmann, 1994; Rajam, 1992).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelindischen kann eine Entwicklung, die der Art des Dravidischen n\u00e4herkommt, gesehen werden, n\u00e4mlich von komplexen <em>clustern <\/em>zu einfacheren Kombinationen, wie z.B. initiale Plosive der Pr\u0101krits einer Geminate in medialer Position entsprechen (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stimmhaftigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelindischen werden stimmlose, intervokalische, unbehauchte Plosive generell zu stimmhaften Plosiven (au\u00dfer Velare, die wegfallen k\u00f6nnen). Dies kann als \u00fcbliche Lenition gesehen werden, die von der fehlenden Unterscheidung von stimmhaft und stimmlos im Dravidischen herr\u00fchren k\u00f6nnte. (vgl. Caldwell\u2019s law)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird angenommen, dass diese Stimmhaftigkeitsassimilation bereits aus dem Proto-Dravidischen stammt (Steever, 1998; Burrow &amp; Emeneau, 1984; Mayrhofer, 1992), wobei Mahadevan (2003) dem widerspricht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sandhi<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sandhi ist ein Lautph\u00e4nomen, das oft logisch und phonetisch nachvollziehbar erscheint. Jedoch k\u00f6nnten manche Obstruenten dravidischen Ursprungs sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Beispiel daf\u00fcr ist das finale Sanskrit \/s\/ bzw. [\u1e25]. Vor stimmlosen Konsonanten \u00e4ndert sich der Ort der Artikulation von dental hin zu velar, retroflex, dental oder bilabial. Im klassischen Sanskrit lauten die Formen vor bilabialem und velarem Plosiv in einem <em>visarga<\/em> (\u1e25) auslauten, das Vedische besa\u00df aber noch den bilabialen und velaren Frikativ (<em>upadhm\u0101n\u012bya<\/em> \/\u0278\/ und <em>jihv\u0101m\u016bl\u012bya <\/em>\/x\/) (Tiwari, 2005).<em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><em>deva\u1e25 k<\/em><\/td><td><em>deva\u1e63 \u1e6d<\/em> <em>&nbsp;<\/em><\/td><td><em>devas t<\/em> <em>&nbsp;<\/em><\/td><td><em>deva\u1e25 p<\/em> <em>&nbsp;<\/em><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Altdravidische hat nur einen stimmlosen Frikativ: \/h\/. Dieser entspricht einem Sanskrit <em>visarga. <\/em>Im Dravidischen kann ein \/h\/ nicht final auftreten, sondern nur mit Wiederholung des vorgehenden Vokals. In Sanskrit Rezitationen wird ein <em>visarga <\/em>oft sehr \u00e4hnlich ausgesprochen, jedoch zumeist als stimmhaftes <em>h<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor stimmhaften Konsonanten gab es wohl Allophone: [<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stimmhafter_velarer_Frikativ\">\u0263<\/a>], [\u0291], [\u0290], [<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stimmhafter_bilabialer_Frikativ\">\u03b2<\/a>] (auch mit Einbeziehung der RUKI-Regel) (Ruzsa, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Altdravidisch hatte 3 stimmhafte Approximanten \/y\/, \/\u1e95\/ und \/w\/ (Wilden, 2018). Wenn man annimmt, dass diese in das Indoarische \u00fcbernommen wurden, dann wurde \/\u1e95\/ vor einem \/\u0290\/ und ein \/y\/ vor einem vorderen (palatalen) Vokal eingeschoben, in jedem anderen Kontext ein \/w\/.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund f\u00fcr den Sandhi, dass ein -\u1e25 vor Vokalen zu einem -r wird, k\u00f6nnte die Interpretation von \/\u1e95\/ als ein \/r\/ sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \/-av-\/ bzw. \/-ay-\/ Sandhi auf \/o\/ bzw. \/e\/ k\u00f6nnte auf Lautwandel wie in den Pr\u0101krits zur\u00fcckgehen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ava -&gt; \u014fv\u014f -&gt; \u014f\u014f -&gt; \u014d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">aya -&gt; \u0115v\u0115 -&gt; \u0115\u0115 -&gt; \u0113<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls k\u00f6nnten die automatisch in dem Dravidischen auftretenden Approximanten vor Hinter- und Vorderzungenvokalen so interpretiert werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cBefore other vowels the series -av V[back] and -ay V[front] could be reinterpreted as &#8211; a vV[back] and -a yV[front], where the initial v\/y could be taken as the automatic, non-phonemic v\/y added in many Dravidian languages before initial back\/front vowels, and therefore understood as the sequence -a V, i.e. the standard Sanskrit sandhi.\u201c (Ruzsa, 2009: 5)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-av V [back] -&gt; -a vV [back]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-ay V [front] -&gt; -a yV [front]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Proto-Dravidisches *y geht oft vor einem tiefen Vokal verloren, woraus sich dieser Sandhi ergeben k\u00f6nnte:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\/-e V-\/ -&gt; \/-a V-\/ (Ruzsa, 2009)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lexikalische Einfl\u00fcsse<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Teil der Arbeit soll das Entlehnen von konkreten Lexemen, anstatt von lautlichen Strukturen, behandeln. Burrow war besonders an den Entlehnungen in den \u00e4ltesten indoarischen Texten interessiert. Southworth sieht f\u00fcr seine Zwecke die Entlehnungen am besten an, die m\u00f6glichst fr\u00fch, also in der Vedischen Periode, attestiert werden. McAlpin (1974) ist auch dieser \u00dcberzeugung, obwohl Deshpande (1993) anmerkt, dass der \u1e5agveda in seiner urspr\u00fcnglichen Fassung noch phonologisch anders gewesen sein soll als heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um zu beweisen, dass ein Wort alt genug ist, um fr\u00fch genug entliehen worden zu sein, h\u00e4lt Southworth es f\u00fcr n\u00f6tig, ein Kognat aus den verschiedenen anderen Zweigen des Dravidischen heranzuziehen. Die Unterteilung des Dravidischen an sich stellt Probleme dar, aber man kann davon ausgehen, dass, wenn ein Wort in einer norddravidischen Variet\u00e4t (Brahui, Malto oder Kurukh) auftritt und eine Kognate im S\u00fcddravidischen besitzt, wohl bereits so alt ist, dass es Proto-Dravidisch sein kann. \u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr Kolami, Naiki, Parji, Gadaba und die S\u00fcddravidischen Sprachen: Tamil, Malayalam, Kodagu, Toda oder Kota (Krishnamurti, 1968).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bereits erw\u00e4hnt ist die Bestimmung der Richtung einer Entlehnung oft problematisch und nur manche Worte haben eine klare indoarische \/ dravidische Etymologie. Es lassen sich wenige Lehnw\u00f6rter aus dem Dravidischen im Indoarischen finden, die alle Expert:innen f\u00fcr gesichert erachten. Hier ist ein Auszug einer Liste von Burrow &amp; Emenenau (1984), bearbeitet und gefiltert von Mayrhofer (1992), Thieme (1955) unWisd Southworth (2005).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><em>ku\u1e47\u1e0da-<\/em> \u201eLoch&#8220;<\/td><td>Ta. <em>ku\u1e47\u1e6dam <\/em>\u201eHohlraum, Loch\u201c<\/td><\/tr><tr><td><em>k\u016b\u1e6da- <\/em>\u201eHammer\u201c<\/td><td>Ta. <em>ko\u1e6d\u1e6du<\/em> \u201eSchlag\u201c Mal. <em>ku\u1e6d\u1e6du-<\/em> \u201eSchlag\u201c<\/td><\/tr><tr><td><em>da\u1e47\u1e0da-<\/em> \u201eStock\u201c<\/td><td>Mal. <em>ta\u1e47\u1e6da <\/em>\u201eUnterarm\u201d<\/td><\/tr><tr><td><em>phala- <\/em>\u201eFrucht\u201c\u00a0<\/td><td>Ta. <em>pa\u1e93u-\u201e<\/em>reif\u201c<\/td><\/tr><tr><td><em>bala- <\/em>\u201eSt\u00e4rke\u201c<\/td><td>Ta. <em>val <\/em>\u201eSt\u00e4rke, F\u00e4higkeit&#8220;<\/td><\/tr><tr><td><em>bila- <\/em>\u201eH\u00f6hle\u201c\u00a0<\/td><td>Ta. <em>vi-l <\/em>\u201eau\u00dfen offen\u201c<\/td><\/tr><tr><td><em>vri\u015b- <\/em>\u201eFinger\u201c\u00a0<\/td><td>Ta. <em>viral <\/em>\u201eFinger, Zehe\u201c<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td>(Ta. \u2013 Tamil \/ Mal. \u2013 Malayalam)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Southworth postuliert, dass die indoarischen <em>cluster <\/em>entweder der dravidischen Phonotaktik angepasst wurden oder diese direkt aus einem Pr\u0101krit entlehnt wurden, das bereits vereinfacht worden war und wom\u00f6glich wiederum sp\u00e4ter erneut eine <em>Sanskritisierung <\/em>erfuhr. Auch w\u00e4re es m\u00f6glich, dass diese Vereinfachungen mit entlehnten Einheiten im Dravidischen stattfanden (Southworth, 2005).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch m\u00f6glich ist, dass parallele Entwicklungen (Assimilation\/ Vereinfachung von <em>clustern, <\/em>Lenition von intervokalischen Plosiven und Retroflexion) stattgefunden haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zeitlicher Rahmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl dies nicht das Hauptthema dieser Arbeit ist, w\u00fcrde ich gern noch den zeitlichen Aspekt dieser Hypothesen miteinbringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da viele W\u00f6rter aus dem Indoarischen keine Kognaten im Indoiranischen besitzen, ist davon auszugehen, dass die Entlehnungen nach der Spaltung dieser Sprachzweige geschehen ist. Auch kann gesagt werden, dass die strukturellen Eigenschaften eines m\u00f6glichen Dravidischen Substrats in den fr\u00fcheren Texten eine niedrigere Frequenz aufweisen als in den sp\u00e4teren (Deshpande, 1993).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ziel dieses Aufsatzes ist die Zurschaustellung des aktuellen Wissensstandes \u00fcber den phonetischen und lexikalischen Einfluss des dravidischen auf das Indoarische und eine kleine Einf\u00fchrung f\u00fcr Interessierte, wie mich. Ich hoffe in den kommenden Jahren an den Themen, die mich interessieren weiterarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Phonetische Notation<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe in diesem Artikel die phonetische Notation von Ruzsa bzw. Southworth \u00fcbernommen. Die Entsprechungen in IPA lauten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>\u1e5b<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Syllabic_consonant\">r\u0329<\/a>\/<\/td><td>\u0101 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Open_front_unrounded_vowel\">a\u02d0<\/a>\/ &nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\u1e37&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Syllabic_consonant\">l\u0329<\/a>\/<\/td><td>\u1e6d<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiceless_retroflex_plosive\">\u0288<\/a>\/<\/td><\/tr><tr><td>\u1e63 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiceless_retroflex_fricative\">\u0282<\/a>\/<\/td><td>\u015b &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiceless_alveolo-palatal_fricative\">\u0255<\/a>\/<\/td><\/tr><tr><td>\u0103 &nbsp;<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Near-open_central_vowel\">\u0250<\/a>\/<\/td><td>c<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiceless_alveolo-palatal_affricate\">t\u0361\u0255<\/a>&nbsp;~&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiceless_postalveolar_affricate\">t\u0361\u0283<\/a> \/<\/td><\/tr><tr><td>\u1e47<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiced_retroflex_nasal\">\u0273<\/a>\/<\/td><td>\u1e95<\/td><td>\/\u027b\/ &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\u1e0d &nbsp;<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiced_retroflex_plosive\">\u0256<\/a>\/<\/td><td>y<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiced_palatal_approximant\">j<\/a>\/<\/td><\/tr><tr><td>\u1e93<\/td><td>\/\u0290\/<\/td><td>w<\/td><td>\/<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Voiced_labiodental_approximant\">\u028b<\/a>\/&nbsp; &nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\/\u1e25\/ ist ein Sanskrit Laut (<em>visarga<\/em>), \u00e4hnlich einem \/h\/.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\/\u1e43\/ ist ein Sanskrit Laut (<em>anusv\u0101ra<\/em>), der einem unbestimmten bzw. halben Nasal \u00e4hnelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bryant, E. F.<\/strong> (1999). Linguistic substrata and the indigenous Aryan debate. In J. Bronkhorst &amp; M. M. Deshpande (Eds.), <em>Aryan and Non-Aryan in South Asia: Evidence, Interpretation and Ideology<\/em> (Harvard Oriental Series Opera Minora 3, pp. 59\u201384). Cambridge: Department of Sanskrit and Indian Studies, Harvard University.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Burrow, T., &amp; Emeneau, M. B.<\/strong> (1984). <em>A Dravidian etymological dictionary<\/em> (2nd ed.). Oxford: Clarendon Press.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Deshpande, M. M.<\/strong> (1993). Genesis of \u1e5agvedic retroflexion: A historical and sociolinguistic investigation. In M. M. Deshpande, <em>Sanskrit &amp; Prakrit: Sociolinguistic Issues<\/em> (pp. 129\u2013196). Delhi: Motilal Banarsidass.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hamann, S.<\/strong> (2003). <em>The phonetics and phonology of retroflexes<\/em> (Doctoral dissertation). Universiteit Utrecht.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hock, H. H.<\/strong> (1996). Pre-\u1e5agvedic Convergence Between Indo-Aryan (Sanskrit) and Dravidian? A Survey of the Issues and Controversies. In J. E. M. Houben (Ed.), <em>Ideology and Status of Sanskrit: Contributions to the History of the Sanskrit Language<\/em> (Brill&#8217;s Indological Library 13, pp. 17\u201358). Leiden: E.J. Brill.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kobayashi, M.<\/strong> (2004). <em>Historical Phonology of Old Indo-Aryan Consonants<\/em> (Study of Languages and Cultures of Asia and Africa Monograph Series 42). Tokyo: Research Institute for Languages and Cultures of Asia and Africa, Tokyo University of Foreign Studies.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Krishnamurti, Bh.<\/strong> (Ed.). (1968). <em>Studies in Indian Linguistics<\/em>. Pune: Linguistic Society of India, Deccan College.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kuiper, F. B. J.<\/strong> (1974). The genesis of a linguistic area. <em>International Journal of Dravidian Linguistics<\/em>, <em>3<\/em>, 133\u2013153.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Lehmann, T.<\/strong> (1994). <em>Grammatik des Alttamil, unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Ca\u1e45kam-Texte des Dichters Kapilar<\/em>. Stuttgart: Franz Steiner Verlag.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mayrhofer, M.<\/strong> (1992\u20131996). <em>Etymologisches W\u00f6rterbuch des Altindoarischen<\/em>. Heidelberg: Winter.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>McAlpin, D. W.<\/strong> (1974). Toward Proto-Elamo-Dravidian. <em>Language<\/em>, <em>50<\/em>, 89\u2013101.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Rajam, V. S.<\/strong> (1992). <em>A reference grammar of classical Tamil poetry (150 B.C. \u2013 pre-fifth \/ sixth century A.D.)<\/em> (Memoirs of the American Philosophical Society, Vol. 199). Philadelphia: The American Philosophical Society.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ruzsa, F.<\/strong> (2009). <em>The influence of Dravidian on Indo-Aryan phonetics<\/em>. Paper presented at the XIVth World Sanskrit Conference, Ky\u014dt\u014d, Japan.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sastri, S. P. S.<\/strong> (1934). <em>History of Grammatical Theories in Tamil<\/em>. Madras: University of Madras.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Southworth, F. C.<\/strong> (2005). Lexical evidence for early contacts between Indo-Aryan and Dravidian. In B. B. Lal &amp; K. S. Saraswat (Eds.), <em>Ancient India: Linguistic and Archaeological Insights<\/em> (pp. 223\u2013237). New Delhi: Aryan Books International.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Steever, S. B.<\/strong> (1998). Introduction to the Dravidian Languages. In S. B. Steever (Ed.), <em>The Dravidian Languages<\/em> (Routledge Language Family Descriptions, pp. 1\u201339). London: Routledge.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Thieme, P.<\/strong> (1955). Review of <em>The Sanskrit Language<\/em>, by T. Burrow (Faber and Faber). <em>Language<\/em>, <em>31<\/em>, 428\u2013448.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Tiwari, B.<\/strong> (2005). <em>History of Vedic Sanskrit<\/em> (2nd ed.). Varanasi: Chaukhambha Orientalia. (Original work published 1955).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wilden, E.<\/strong> (2018). <em>A Grammar of Old Tamil for Students<\/em> (Collection Indologie, Vol. 137). Pondicherry: Institut Fran\u00e7ais de Pondich\u00e9ry.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Aufsatz vergleicht Lorenz Sch\u00fcchter Perspektiven auf den phonetischen und lexikalischen Einfluss des Dravidischen auf das Indoarische. <\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":907,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-902","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=902"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":906,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/902\/revisions\/906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}