{"id":846,"date":"2025-03-06T15:05:17","date_gmt":"2025-03-06T14:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/emerginglinguists.org\/?p=846"},"modified":"2026-04-27T14:13:44","modified_gmt":"2026-04-27T12:13:44","slug":"der-zettelkasten-persoenliches-wissensmanagement-im-studium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/der-zettelkasten-persoenliches-wissensmanagement-im-studium\/","title":{"rendered":"Der Zettelkasten &#8211; Pers\u00f6nliches Wissensmanagement im Studium"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein neuer Lebensabschnitt \u2013 und ein bisschen Chaos<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich 2014 meinen Linguistik-Bachelor an der <a href=\"http:\/\/uibk.ac.at\/\">Uni Innsbruck<\/a> anfing, f\u00fchlte sich alles nach Abenteuer an. Nach einer einj\u00e4hrigen Reise und frisch vom Land wirkte die <em>Gro\u00df<\/em>stadt Innsbruck wie eine Stadt voller positiver Energie, interessanter Leute und brachte mit der Sprachwissenschaft eine Disziplin mit sich, innerhalb derer ich mich entfalten und viele spannende Dinge \u00fcber mich, die Gesellschaft und die Welt lernen w\u00fcrde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ich aber \u00fcberhaupt nicht auf dem Schirm hatte, war das Chaos, das sich in meinem Studienalltag heimlich anbahnte. Die Universit\u00e4t bringt nun mal die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Quellen, Texten und Informationen mit sich. Damals waren es haupts\u00e4chlich Monographien, Sammelwerke, Artikel, Zeitschriften und der ein oder andere Social Media Post und nat\u00fcrlich Vorlesungen, Seminare und entsprechende Mitschriften. Ich vers\u00e4umte es leider hier wirklich organisiert vorzugehen. Surprise, surprise. Meine Mitschriften und Notizen waren mal am Laptop, auf einem Zeichenblock, einem Notizbuch oder am Smartphone. Zitate und Paraphrasen aus Literatur mal in Word, mal im Editor oder einfach in der Quelle selbst markiert. Gelesene und ungelesene PDFs d\u00fcmpelten in meinem Downloadordner herum und meine Lesezeichen wuchsen schneller, als man Logophobie sagen konnte. Von Literaturverwaltungsprogrammen hatte ich zwar geh\u00f6rt, aber ich fand nicht wirklich, dass ich eines brauchen w\u00fcrde. Boy, was I wrong. Wenn ich heute auf diese wilden Jahre zur\u00fcckblicke, kommt es mir so vor, als h\u00e4tte ich die Bibliothek von Alexandria verbrannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und mit diesem <strong>Gef\u00fchl bin ich nicht allein<\/strong>. Erst k\u00fcrzlich hat mir eine gute Freundin erz\u00e4hlt, dass sie in der Masterarbeit ihre Quellen in einer einzigen Word-Datei sammelt. Literaturverwaltungsprogramme und \u00c4hnliches seien kein Thema bei ihr im Master. Entsprechend treibe es sie in den Wahnsinn, wenn sie nach Quellen und Zitaten suche, die irgendwo gespeichert oder gelagert seien. Genau darum soll es hier gehen: <em>Wie<\/em> man mit ein bisschen smarter Planung und einem ordentlichen Zettelkasten diesem Wahnsinn begegnen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pers\u00f6nliches Wissensmanagement: Ein paar Gedanken, bevor wir loslegen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor wir uns ins Zettelkasten-Leben st\u00fcrzen, lass mich kurz erkl\u00e4ren, warum man sich \u00fcberhaupt den Kopf \u00fcber \u201epers\u00f6nliches Wissensmanagement\u201c zerbrechen sollte. Vielleicht denkst du dir auch so: \u201eWof\u00fcr soll ich mein Wissen managen? Ich hab Google und k\u00fcnstliche Intelligenz.\u201d Aber es geht hier um mehr als das Finden von Quellen. <em>Personal Knowledge Management <\/em>(Razmerita et al. 2009) fokussiert sich darauf, Menschen bzw. Wissensarbeiter:innen zu bef\u00e4higen, mit ihrem Wissen ordentlich umzugehen \u2013 egal, ob es um effizientes Lernen oder um das Teilen von Ideen mit anderen geht. Ein integraler Teil des Wissensmanagements ist also die Interaktion mit Inhalten und anderen, weil Lernen eine kollaborative Komponente besitzt. Wir sehen uns heute aber vorrangig die technische Komponente an. Reinmann &amp; Eppler (2008) stellen hier einen breiten Methodenkatalog bereit, den ich euch auch ans Herz legen kann, wenn ihr euer Wissensmanagement methodisch st\u00e4rken m\u00f6chtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Studium stolpert man \u00fcber so viele Fachartikel, Konferenzbeitr\u00e4ge, Lehrb\u00fccher, Websites, Social Media Posts, Monographien, Sammelwerke, Twitter-Threads, Videos, Gespr\u00e4che, Filme, Zeitschriften, Vortr\u00e4ge, Podcasts, E-Mails, Forenbeitr\u00e4ge und Universit\u00e4tsveranstaltungen. Die Informationen m\u00fcssen wohl irgendwie festgehalten werden. Da diese unterschiedlichen Quellen teils unterschiedliche Formate haben, hat man unterschiedliche M\u00f6glichkeiten, die Quellen festzuhalten. Zumindest, wenn man sp\u00e4ter nicht stundenlang suchen m\u00f6chte, in welchem PDF man nochmal die Aussage \u201eTrust and love\u201d in Zusammenhang mit der Linguistik gelesen hat.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Weg aus dem Chaos&nbsp;<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleich vorab. <strong>Es gibt nicht den einen Weg zum perfekten pers\u00f6nlichen Wissensmanagement<\/strong> oder Zettelkasten. Dieser Weg hat f\u00fcr mich funktioniert und soll eine Inspiration sein. Die Programme, die du nutzt, und dein pers\u00f6nliches Sein informieren deine Wahl. Razmerita et al. (2009) heben entsprechend auch die pers\u00f6nliche Komponente hervor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich mir bewusst wurde, wie voll mein Download-Ordner mit ungelesenen Dokumenten war und ich merkte, dass ich die Kontrolle \u00fcber meine Lesezeichen in Sozialen Medien und Browsern verloren hatte, stellte ich mir eine grundlegende Frage: <em><strong>Woher kommen all diese Informationen eigentlich?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den ersten Blick klingt das trivial, tats\u00e4chlich begegneten mir im <a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/de\/sprachwissenschaft\/\">Linguistikstudium an der Uni Innsbruck<\/a>, im <a href=\"https:\/\/studieren.univie.ac.at\/studienangebot\/masterstudien\/angewandte-linguistik-master\/\">Master Angewandte Linguistik<\/a> und im Master <a href=\"https:\/\/hochschule-burgenland.at\/master-e-learning-und-wissensmanagement\/\">E-Learning und Wissensmanagement<\/a> unterschiedliche Materialien. Vom klassischen Artikel, \u00fcber Gespr\u00e4che und Konversationen mit Kolleg:innen und Dozierenden bis hin zum LinkedIn Kurs war und ist alles vertreten. Und nicht jede Quelle will gleich gespeichert werden. Ein Gespr\u00e4ch l\u00e4sst sich anders festhalten als eine Monographie. Ein Film im Kino l\u00e4sst sich nicht so speichern wie ein Film auf YouTube.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes fragte ich mich, <strong>wann und wo ich diese Informationen beziehe oder verarbeite<\/strong>. Zum Beispiel habe ich in der Bim oder in der Arbeit ganz andere M\u00f6glichkeiten, mich mit Quellen auseinanderzusetzen als w\u00e4hrend einer Vorlesung oder daheim. Wenn ich zum Beispiel in der Universit\u00e4t durch Social Media scrolle und auf etwas Interessantes sto\u00dfe, dann kann ich mich daf\u00fcr entscheiden, mich mit dem Post auseinanderzusetzen. Gleichzeitig lenke ich mich aber von der Uni ab und verpasse Teile der Vorlesung. Also: Wie priorisiere ich das? Interagiere ich mit dem Content oder merke ich es mir f\u00fcr sp\u00e4ter?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund fand ich es auch wichtig mir Gedanken zu machen, <strong>wann ich mich mit Inhalten auseinandersetzen kann<\/strong> und wie ich zum Beispiel mit gespeicherten Lesezeichen, PDFs und anderen Quellen umgehen m\u00f6chte. Eine L\u00f6sung ist daf\u00fcr, sich im Kalender Termine mit sich selbst auszumachen. Mir pers\u00f6nlich f\u00e4llt das schwer, weil ich in meiner Freizeit eh an Dingen arbeite &#8211; aber halt nicht terminiert. Meistens packt mich der Hyperfokus. Aber: Ich kenne viele Leute, f\u00fcr die Termine mit sich selbst Wunder gewirkt haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und hier kommt ein weiterer Gedanke: <em><strong>Warum speichere ich das?<\/strong><\/em> Wenn eine Info in zwei Wochen schon unrelevant ist, lohnt es sich wirklich, daf\u00fcr Speicherplatz und Zeit zu opfern? Ich bin zum Beispiel ein kleiner Astronomie-Nerd und die Information, dass man <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/alias\/wunder-des-weltalls\/c-2024-g3-atlas-loest-sich-auf\/2250375\">C\/2024 G3 (ATLAS)<\/a> vielleicht am 13.1.2025 am Abendhimmel sehen kann, ist spannend f\u00fcr mich. Diese Information ist aber am 14.1.2025 bereits irrelevant. Also: Wozu speichern?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein paar letzte Worte. bevor es losgeht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben uns gemeinsam nun schon viele Gedanken gemacht, die ich mir gern schon viel fr\u00fcher gemacht h\u00e4tte. Bevor mein letzter Laptop den Geist aufgab, befanden sich neben vielen Unterordnern \u00fcber 500 Dateien in meinem Downloadordner. Ich war richtig froh, als mein Laptop einging, weil das bedeutete; Finally kannst du dieses Chaos zur\u00fccklassen. Und mit meinem neuen Computer, sollte nun wirklich alles anders kommen. Das bedeutete, Bestehendes aufzur\u00e4umen und Neues gut zu strukturieren. Ein beliebtes System f\u00fcr die Ordnerverwaltung am Computer ist das <a href=\"https:\/\/www.adobe.com\/de\/acrobat\/resources\/folder-structure.html#:~:text=Das%20Sieben%2DOrdner%2DSystem%20kann,dieser%20Hauptordner%20maximal%20sieben%20Unterordner.\">7-Ordner-System<\/a>. Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil ich in meinem Universit\u00e4ts-Ordner nach Semestern und Kursen strukturiere und entsprechend mehr Ordner ben\u00f6tige. Aber auch in meinen privaten Ordner gibt es mehr als sieben Ordner. Wichtig ist aber trotzdem, sich lediglich Ordner zu schaffen, die man auch wirklich braucht und zu wissen, was in welche Ordner wandert. Wenn du dich fragen musst, ob eine Datei vielleicht doch besser in einen anderen Ordner sollte, ist das eventuell ein Zeichen daf\u00fcr, die Ordner-Struktur zu \u00fcberdenken. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich entschied mich auch f\u00fcr ein besseres Lesezeichen System. Das bedeutete Lesezeichen-Ordner thematisch strukturiert und gelesene \/ gesichtete Inhalte zu l\u00f6schen, wenn sie nur tempor\u00e4r relevant sind oder sie in Zotero (s. unten) zu speichern. Ebenfalls entschied ich mich dazu, meine Ger\u00e4te in Leerphasen aufzur\u00e4umen: Brauche ich wirklich 20 Bilder von der gleichen Katze? Die Antwort: Ja. Aber brauche ich den gleichen Screenshot von <a href=\"https:\/\/anatomyof.ai\/\">der Anatomie eines KI Systems von Kate Crawford <\/a>mehrmals, wenn es eh im Internet und im MAK in Wien ist? Vielleicht nein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zotero: Ein paar Worte zur Literaturverwaltung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz ehrlich: Am Anfang war ich kein Fan von Programmen wie <a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/\">Zotero<\/a> oder <a href=\"https:\/\/lumivero.com\/products\/citavi\/\">Citavi<\/a>. Es ist schon aufwendig damit anzufangen und anfangs fragt man sich schon: Tell me why? W\u00e4hrend meines Bachelor Studiums begann ich erst gegen Ende, Citavi zu nutzen. Und das lie\u00df mich ziemlich alt aussehen. Bereits gelesen Literatur war nicht auffindbar, die Seitenzahlen und Angaben stimmten nicht. Chaos, sage ich nur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Citavi nutzte ich, weil es an der Uni Innsbruck f\u00fcr Studierende gratis zur Verf\u00fcgung gestellt wurde. Post Uni Innsbruck hie\u00df es dann umziehen. Die L\u00f6sung war Zotero. Bei Zotero handelt es sich um ein kostenloses Tool, das f\u00fcr wissenschaftliche Arbeit beziehungsweise Literaturverwaltung entwickelt wurde. Du kannst unterschiedliche Quellen eintragen, Notizen unter den Quellen erstellen, Tags erstellen und <a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/support\/related\">zwischen Quellen Verkn\u00fcpfungen<\/a> herstellen. Wenn du ein Dokument in das Programm ziehst, erstellt Zotero automatisch alle Angaben zu Quellen f\u00fcr dich, insofern sie auffindbar ist. Ich empfehle dir aber trotzdem immer ein Auge auf die Daten zur Quelle zu haben, da sich hier auch Fehler einschleichen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anschlie\u00dfend kannst du zum Beispiel ein PDF in Zotero lesen. Wenn es eine lesbare PDF ist, kannst du Textausschnitte markieren und anschlie\u00dfend automatisch Notizen generieren lassen. Du kannst aber auch einfach einen Textausschnitt kopieren und in die Notizen \u00fcbertragen. Zotero verwandelt dir das ganze dann in ein kopierbares Zitat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Arbeiten mit Tags hilft mir vor allem bei Projekten. Wenn ich zum Beispiel eine Seminararbeit zu k\u00fcnstlicher Intelligenz schreibe und als Methode den <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/9783110760804-002\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopqtYJGWNAHUcbW6Fo-lahW9o7o_Wn2kl2PAPUP3W_hLtnM2Nfs\">diskurshistorischen Ansatz<\/a> verwende, kann ich Quellen mit einem Tag wie \u201cdhaki\u201d versehen, um sp\u00e4ter besser danach filtern zu k\u00f6nnen. Super bei Zotero ist zudem das <a href=\"https:\/\/www.zotero.org\/download\/connectors\">Browser-Plug-In<\/a>, mit dem ich Web-Quellen direkt in Zotero integrieren kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXdUFeF7v77_Ao8gAz584c4br6RcqcrqZIh-WOSR-hQPicHQaYzce4LoYiufDY2x0X160dmZ0pg-BMwcLSZKAMIKcmJRN0zpBnb0DB6N5M2WYT8NMHd-42elPckP755U7fjJwujR5A?key=nhGhgc4Y2KzxD4IfPHKRzvRN\" alt=\"\" style=\"width:854px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 1: Ansicht Zotero<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zotero ist unglaublich m\u00e4chtig und ich entdecke auch immer noch Funktionen oder Plug-ins, mit denen ich mein Arbeiten verbessern kann. <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=org.zotero.android&amp;hl=de_AT\">In K\u00fcrze soll es auch eine App geben<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nachteil von Zotero ist, dass einige Plug-Ins wohl veraltet sind. Das User Interface wird gerne kritisiert und der Cloud Speicher ist gleich voll. Hier sind andere Anbieter:innen vielleicht cooler, sch\u00f6ner und umfangreicher. Entsprechend macht es auch Sinn, dass du unterschiedliche Tools mal ausprobierst. Ich nutze Zotero mittlerweile aber seit fast acht Jahren und arbeite richtig gerne damit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Zettelkasten als Herzst\u00fcck<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die K\u00fcr ist eigentlich, Informationen nicht nur zu speichern oder zu verwalten, sondern sich aktiv mit diesen Informationen auseinanderzusetzen, etwas Neues zu machen und es eventuell auch mit anderen zu teilen. Daf\u00fcr liefert das <a href=\"https:\/\/jarche.com\/2014\/02\/the-seek-sense-share-framework\/\"><strong>Seek-Sense-Share Framework<\/strong><\/a> einen sehr guten Ansatz. <em>Seek<\/em> meint das Finden von Informationen. <em>Sense<\/em>, wie man Informationen verarbeitet und <em>Share<\/em>, wie man Informationen oder daraus entstandene Inhalte mit anderen teilt. Teilen ist hier vielf\u00e4ltig gemeint. Das kann von einem Teilen von Unterlagen mit Kolleg:innen, \u00fcber Blog-Posts oder eben wissenschaftlichen Arbeiten alles beinhalten. Das Herzst\u00fcck stellt hier der pers\u00f6nlichen Zettelkasten dar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zettelkasten klingt jetzt nat\u00fcrlich altmodisch &#8211; ich denke da zum Beispiel an Karteikarten, die in K\u00e4sten stecken und verstauben. In Wahrheit gibt es aber moderne M\u00f6glichkeiten, den <strong>Zettelkasten <\/strong>zu <strong>digitalisieren<\/strong>. Das funktioniert \u00fcber Tools wie <a href=\"https:\/\/obsidian.md\/\">Obsidian<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.notion.com\/de\">Notion<\/a> oder <a href=\"https:\/\/roamresearch.com\/\">Roam<\/a>. Die Idee ist, dass du nicht nur Inhalte passiv konsumierst &#8211; d.h. du liest tausende Sachen und machst nichts damit &#8211; sondern, dass du Inhalte miteinander vernetzt und mit eigenen Ideen und \u00dcberlegungen anreicherst. Der Zettelkasten soll helfen, die eigene Produktivit\u00e4t zu steigern und durch Reflexion und Auseinandersetzung mit den Inhalten originelle Ideen und Verkn\u00fcpfungen zu erstellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterschieden wird dabei zwischen <em>Fleeting Notes<\/em>, <em>Literaturnotizen<\/em> und <em>permanente Notizen<\/em>. Fleeting Notes sind diese spontanen Eingebungen, die du am besten sofort festh\u00e4ltst, damit sie nicht verloren gehen. Literaturnotizen beziehen sich auf fremde Quellen \u2013 also Zitate, Paraphrasen oder wichtige Kernaussagen. Permanente Notizen sind schlie\u00dflich deine eigenen sorgf\u00e4ltigen, durchdachten Erkenntnisse, die du aus den ganzen Schnipseln und Leseerfahrungen ableitest (Keiffenheim 2021).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Studium merke ich schnell, dass diese permanente Auseinandersetzung mit Texten und Theorien Gold wert ist, weil ich sonst vor lauter Lesen h\u00e4ufig gar nicht mehr wei\u00df, was meine eigenen Gedanken eigentlich sind. Der Zettelkasten zwingt dich quasi, im Prozess des Lesens eine eigene Argumentation zu entwickeln. Das kann gar nicht hoch genug gesch\u00e4tzt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der Zettelkasten ist am Anfang Mehraufwand und braucht Zeit und Mu\u00dfe.<strong> Je l\u00e4nger man mit dem Zettelkasten arbeitet, desto besser wird er <\/strong>jedoch. Und im besten Fall verkn\u00fcpfst du Ideen und Gedanken so, dass du bald in der Lage bist, auf Basis deines Zettelkastens selbst Inhalte in Form von Seminararbeiten, Abschlussarbeiten oder Artikeln zu verfassen, die du dann mit anderen teilst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Obsidian \u2013 Wie ich mein eigenes Wissen sammle<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr meinen Zettelkasten nutze ich <a href=\"https:\/\/obsidian.md\/\">Obsidian<\/a>. Obsidian hat den Vorteil, dass es sehr anpassbar ist und wie Zotero kostenlos zur Verf\u00fcgung steht. \u00dcber Plug-ins kann man eine Verbindung zwischen Zotero und Obsidian einrichten und es gibt eine mobile App. Im Gegensatz zu Notion und Roam, ist der Aufbau aber nicht sehr intuitiv und es braucht schon Zeit, bis man es so eingerichtet hat, dass man damit gut arbeiten kann. Zumal es auch keine automatische ger\u00e4te\u00fcbergreifende Synchronisierung gibt, sondern daf\u00fcr gezahlt werden muss. Aber auch hier gibt es L\u00f6sungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Synchronisieren von Obsidian<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber einen kleinen Umweg ist es m\u00f6glich, deinen pers\u00f6nlichen <em>Vault <\/em>am Laptop mit dem Vault am Smartphone miteinander zu verkn\u00fcpfen. Ein <em>Vault<\/em> ist sozusagen ein Ordner, in dem du deine Notizen sammelst. Im Vault kannst du auch neben Notizen nat\u00fcrlich auch Ordner erstellen. Die Verkn\u00fcpfung zwischen Smartphone und Laptop ist mir wichtig, weil ich auch unterwegs an meinem Zettelkasten arbeiten m\u00f6chte. Das funktioniert beispielsweise mit <a href=\"https:\/\/www.microsoft.com\/de-at\/microsoft-365\/onedrive\/online-cloud-storage\">OneDrive von Microsoft<\/a> oder <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/\">Google Drive.<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich pers\u00f6nlich nutze daf\u00fcr Google Drive. Mit Google Drive kann ich alle wichtigen Dokumente \u00fcber Google Drive synchronisieren und von \u00fcberall aufrufen. So kann ich von unterschiedlichen Ger\u00e4ten an dem gleichen Dokument arbeiten und vermeide mehrere Versionen mit unterschiedlicher Aktualit\u00e4t. Das geht aber nat\u00fcrlich auch mit OneDrive. Daf\u00fcr installiere ich <a href=\"https:\/\/support.google.com\/a\/users\/answer\/13022292?hl=de\">Google Drive f\u00fcr den Desktop<\/a>. Alle Ordner, die ich synchronisieren m\u00f6chte, lege ich dort ab. F\u00fcr Obsidian am Laptop erstelle ich dann meinen Vault im Google Drive Ordner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Synchronisierung am Smartphone installiere ich zuerst die Smartphone App von Obsidian und erstelle einen Ordner f\u00fcr meinen Vault auf dem Smartphone. Smartphone Vault und Laptop Vault m\u00fcssen \u00fcbrigens nicht den gleichen Namen haben. F\u00fcr die Synchronisierung nutze ich <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=dk.tacit.android.foldersync.lite\">FolderSync<\/a>. Ich erstelle ein Ordnerpaar und w\u00e4hle beim Konto einerseits den Ort &#8211; also lokal und Google Drive &#8211; aus und den jeweiligen Ordner. Hier kannst du ausw\u00e4hlen, in welche Richtung du synchronisieren m\u00f6chtest. Von A nach B, von B nach A oder in beide Richtungen. Weil ich sowohl auf Smartphone und Laptop arbeite, nutze ich beide Richtungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Vorsicht: Arbeite nicht gleichzeitig an beiden Orten, weil es zu Versionsproblemen kommen kann. Nachdem du etwas in Obsidian bearbeitest und es schlie\u00dft, kannst du die Synchronisierung durchf\u00fchren, damit du \u00fcberall am gleichen Stand bist. Es gibt aber auch andere M\u00f6glichkeiten zur Synchronisierung. Schau aber vielleicht auch mal in diesem <a href=\"https:\/\/www.reddit.com\/r\/ObsidianMD\/comments\/18jwqpv\/how_i_synced_obsidian_between_my_android_and_pc\/?rdt=50418\">SubReddit vorbei, wie du es sonst mit anderen Sync-Apps bewerkstelligen<\/a> kannst.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verkn\u00fcpfung von Obsidian und Zotero<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Verkn\u00fcpfung von Obsidian und Zotero habe ich mich an dem Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/medium.com\/@alexandraphelan\/an-updated-academic-workflow-zotero-obsidian-cffef080addd\">An Updated Academic Workflow: Zotero &amp; Obsidian<\/a>\u201d von Alexandra Phelan orientiert. Wie im Artikel vorgeschlagen, habe ich in Zotero daf\u00fcr das Plug-in <a href=\"https:\/\/retorque.re\/zotero-better-bibtex\/\">betterbibtex<\/a> installiert. Zuerst habe ich das Plug-in von der <a href=\"https:\/\/github.com\/retorquere\/zotero-better-bibtex\/releases\/tag\/v7.0.5\">GitHub-Seite<\/a> von Better BibTex for Zotero heruntergeladen. Dabei handelt es sich um die Datei, die auf .xpi endet. Dann geht man in Zotero im Men\u00fc unter Werkzeuge auf \u201ePlugins\u201c. Anschlie\u00dfend w\u00e4hlt man das Zahnr\u00e4dchen im rechten oberen Eck aus und w\u00e4hlt \u201eInstall Plugin From File&#8230;\u201c aus. Es \u00f6ffnet sich ein Fenster und man w\u00e4hlt die downgeloadete .xpi Datei aus und klickt auf \u201eInstall\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem zweiten Schritt geht es darum, Obsidian einzurichten. Auch hier installiere ich unterschiedliche Plug-ins. Dazu gehst du auf das Zahnr\u00e4dchen im unteren Bereich neben dem Namen des Vaults und w\u00e4hlst \u201eCommunity Plugins\u201c aus. Dort w\u00e4hlst du \u201eBrowse\u201c und suchst nach dem jeweiligen Plug-in. W\u00e4hle das jeweilige Plug-in aus und klicke auf \u201eInstall\u201c. Anschlie\u00dfend musst du es nur noch aktivieren, indem du auf \u201eEnable\u201c klickst. Unter dem Men\u00fcpunkt \u201eCommunity Plugins\u201c in den Einstellungen erscheint das Plug-in.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Verkn\u00fcpfung zwischen Zotero und Obsidian brauchst du <a href=\"https:\/\/github.com\/mgmeyers\/obsidian-zotero-integration\">Zotero Integration<\/a>. Bevor du das Plug-in installierst und Anpassungen im Plug-in vornimmst, solltest du zwei kleine Schritte erledigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Erstelle einen Ordner, in dem deine Literatureintr\u00e4ge gespeichert werden sollen. Das machst du in deinem Vault. Ich habe diesen einfach Z.Zotero genannt.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Erstelle einen Ordner f\u00fcr Templates der Literatureintr\u00e4ge. Ich habe diesen Ordner Z.Templates genannt. Darin erstellst du eine Notiz, in der du die Vorlage bzw. das Template eintr\u00e4gst. Ich habe mir hier den Code von <a href=\"https:\/\/medium.com\/@alexandraphelan\/an-updated-academic-workflow-zotero-obsidian-cffef080addd\">Alexandra Phelans Artikel unter Setup<\/a> eingebaut und angepasst. Bei der Anpassung empfehle ich dir, einfach ein bisschen herumzuspielen.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXdIbTnUUsV4R_XWAgQ4As-d30zik56udXXXeNHE8cbg9-EJNjvJY1UQ-eKyRWzqsq2v574M-NJpxp9GKQWrAS4yVYd-c0n8inuV3IsYUrTSQRzyYGAt3Fl3X0sJDcmOTcP9jxwizw?key=nhGhgc4Y2KzxD4IfPHKRzvRN\" alt=\"\" style=\"width:854px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 2: Ansicht Obsidian Template<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anschlie\u00dfend gehst du in die Einstellungen und suchst unter \u201eCommunity Plugins\u201c Zotero Integration. Installiere und aktiviere es. Dann gehst du ins Plug-in und machst Folgendes:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>W\u00e4hle bei \u201eDatabase\u201c Zotero aus.<\/li>\n\n\n\n<li>W\u00e4hle bei \u201eNote Import Location\u201c den Ordner aus, den du f\u00fcr deine Literatureintr\u00e4ge erstellt hast.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Bei den \u201eCitation Formats\u201c machst du Folgendes:<br>Name: Bibliography verwendet.<br>Output Format: Formatted Bibliography<br>Citation Style: Unified style sheet for linguistics<br>Name: Format #1<br>Output Format: Formatted Citation<br>Citation Style: Unified style sheet for linguistics<\/li>\n\n\n\n<li>Bei den \u201eImport Formats\u201c w\u00e4hlst du bei \u201eTemplate File\u201c die Datei aus, in der du dein Template der Literatureintr\u00e4ge abgespeichert hast. Meine anderen Angaben schauen so aus:<br>Name: Create Literature Note<br>Ouput Path: {{citekey}}.md<br>Image Output Path: {{citekey}}\/<br>Image Base Name: image<br>Template File: templates\/ZoteroTemplate.md<br>Bibliography Style: Unified stylesheet for linguistics<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXfRBng3gXOO3z56qN8OnD8oXzw9m1pWmWA3otV3NszjDl7CE_Rj1U2ljLX1Uk5Z2NvSmLqnZByWFQUeNc2FbNVmJxRNp2OSkzlNMKBtC58SC2jb2jk3fz61kl6pUxuctWJZ9FGeHA?key=nhGhgc4Y2KzxD4IfPHKRzvRN\" alt=\"\" style=\"width:854px;height:auto\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 3: Ansicht Obsidian Citation Formats<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXfhZJKUal69BIp4XHN85amZFAF2hi2X_T-q3X8N3-FeH8jitnoy0Ma3edQSzcGBi7dfGQLGDh3CSCXqOFaI_yd3XD8C-wOYc1CplcpcTnTpSAzHWil1R4FMCIg91Q99JSPbvWWQIQ?key=nhGhgc4Y2KzxD4IfPHKRzvRN\" alt=\"\" style=\"width:854px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 4: Import Formats<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun sollten Zotero und Obsidian verlinkt sein. Damit du eine Quelle aus Zotero importieren kannst, muss Zotero laufen. Dann dr\u00fcckst du \u201eSTRG+P\u201c oder tippst in der Suche \u201eZotero Integration: Create Literature Note\u201c ein. Es \u00f6ffnet sich ein kleines Fenster in Zotero, in dem du die Quelle ausw\u00e4hlst bzw. suchst und durch Enter best\u00e4tigst. Jetzt wird der Literatureintrag importiert. Du kannst nun eine Notiz in Obsidian erstellen und deine Gedanken zu einem Literatureintrag aufschreiben und mit dem Eintrag verkn\u00fcpfen. Mit der Zeit wachsen deine Gedanken und Verkn\u00fcpfungen mit und zwischen Literatureintr\u00e4gen heran und es ergeben sich komplexe Netze.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Und wie l\u00e4uft das nun in der Praxis?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Praxis ist es optimal, wenn du Inhalte aus einem bestimmten Grund liest und dadurch einen Habitus entwickelst, Informationen nicht passiv zu konsumieren, sondern dich mit ihnen auseinanderzusetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXfa0IqNGt1lGoQELzkvlJGn4yT9vZ_v3iJ7DpdE_a7Pw0HTcHCyzNREv6lCj_vA65LH_0NSKYRZz9LOVfu35kme-QgjVw1suCjQk4hJkxVo1JwB2uJSY6Jol2hYE-pfrS601QwsTA?key=nhGhgc4Y2KzxD4IfPHKRzvRN\" alt=\"\" style=\"width:854px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 5: Ansicht Texterstellung mit Obsidian<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gehen wir zum Beispiel davon aus, dass eine Professorin in einem Kurs einen spannenden Artikel \u00fcber Kolonialit\u00e4t und k\u00fcnstliche Intelligenz erw\u00e4hnt. Ich notiere mir den Namen des Artikels in meinen Fleeting Notes oder speichere in einem Lesezeichen. Sp\u00e4ter lade ich mir den Artikel runter und ziehe ihn mir direkt in Zotero rein. Wenn ich das PDF direkt reinziehe, werden Metadaten \u00fcbernommen und ich kann das PDF in Zotero lesen. Wenn ich dort Text markiere, kann ich direkt Notizen daraus erstellen. Anschlie\u00dfend \u00fcbertrage ich den Literatureintrag in Obsidian. Ich erstelle eine permanente Notiz zum Thema Kolonialit\u00e4t und k\u00fcnstliche Intelligenz. Wenn ich bereits andere permanente Notizen haben, die zu diesem Thema passen, verlinke ich diese auch und verbinde die Inhalte miteinander. Daraus entsteht dann ein Netz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh7-rt.googleusercontent.com\/docsz\/AD_4nXekp7VxMrl_FMkllo6PqpNjJ3I8o3Yx0s2J3CrVzKp6Jgv69yvaqNAtiJjkbwPg1Un6yFxwcwh621cAjzP8kSZbjPG2QBthyS2D_2NRtlknzvmXetKKBosv_USGxzT65D4A6aVr5g?key=nhGhgc4Y2KzxD4IfPHKRzvRN\" alt=\"\" style=\"width:854px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 6: <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klar: Das ist ur viel Arbeit. Aber glaub mir: Du sparst dir Zeit und entdeckst Zusammenh\u00e4nge, die du sonst vielleicht nicht machen w\u00fcrdest. F\u00fcr Seminararbeiten oder Abschlussarbeiten ist das ein Geschenk an dein Future Self. Self Care in digital.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Keine One-Size-Fits-All-L\u00f6sung, aber wunderbar<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende bleibt halt wirklich zu sagen: Es gibt tausende M\u00f6glichkeiten, dein pers\u00f6nliches Wissensmanagement zu organisieren. Manche schw\u00f6ren auf Notion, andere kommen mit Word-Dokumenten klar. Ich pers\u00f6nlich finde meine Kombination aus Zotero und Obsidian richtig gut. Meine Empfehlung ist wirklich: Dabei bleiben. Es braucht Zeit, bis Programme ihre Wirksamkeit zeigen. Aber sei dabei achtsam mit dir selbst. Du siehst ja selbst, wann es dir zu viel wird und was f\u00fcr dich gut funktioniert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein pers\u00f6nliches Wissensmanagement hat aber einfach den gro\u00dfen Vorteil, dass du davon laufend profitieren wirst und deine Art und Weise, wie du mit Informationen umgehst, besser und nachhaltiger wird. Auch im Berufsleben ist ein pers\u00f6nliches Wissensmanagement, wie hier erkl\u00e4rt, umsetzbar. Vor allem wenn du in einem wissensintensiven Bereich arbeitest, ist es hilfreich einen Zettelkasten und Literaturverwaltungsprogramm zu nutzen, damit nichts verloren geht. Probier aus, was f\u00fcr dich passt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keiffenheim, Eva. 2021. Zettelkasten\u2019s 3 Note-Taking Levels Help You Harvest Your Thoughts. <em>medium<\/em> (3. April). <a href=\"https:\/\/medium.com\/better-humans\/zettelkastens-3-note-taking-levels-help-you-harvest-your-thoughts-58326840f969\">https:\/\/medium.com\/better-humans\/zettelkastens-3-note-taking-levels-help-you-harvest-your-thoughts-58326840f969<\/a> (Abruf 6.3.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Razmerita, Liana, Kathrin Kirchner &amp; Frantisek Sudzina. 2009. Personal knowledge management: The role of Web 2.0 tools for managing knowledge at individual and organisational levels.<em> Online Information Review <\/em>33(6). 1021-1039.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reinmann, Gabi &amp; Martin J. Eppler. 2008. <em>Wissenswege: Methoden f\u00fcr das pers\u00f6nliche Wissensmanagement.<\/em> Bern: Huber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pers\u00f6nliches Wissensmanagement und ein pers\u00f6nlicher Zettelkasten k\u00f6nnen deinen Studienalltag unterst\u00fctzen. 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