{"id":818,"date":"2025-01-28T11:46:33","date_gmt":"2025-01-28T10:46:33","guid":{"rendered":"https:\/\/emerginglinguists.org\/?p=818"},"modified":"2025-01-28T11:46:34","modified_gmt":"2025-01-28T10:46:34","slug":"linguistic-differences-in-h-c-andersen-and-grimm-fairy-tales-a-quantitative-corpus-analysis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/linguistic-differences-in-h-c-andersen-and-grimm-fairy-tales-a-quantitative-corpus-analysis\/","title":{"rendered":"&#8222;Linguistic Differences in H. C. Andersen and Grimm Fairy Tales: A Quantitative Corpus Analysis&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>An der \u00d6LT 2024 bei dem gemeinsamen Workshop von Emerging Linguists und verbal als Vortragende teilzunehmen, h\u00e4tte sich wohl niemand von uns ungef\u00e4hr ein halbes Jahr zuvor zum Zeitpunkt der Fertigstellung eines gemeinsamen Projekts gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die \u00dcbung &#8222;2024S 136038-1 Doing research with text Corpora&#8220; (MA Digitale Geisteswisschenschaften, Universit\u00e4t Wien) bei Klaus Hofmann hatten wir n\u00e4mlich mit dem akquirierten Wissen der Lehrveranstaltung ein R-Skript erstellt, um mittels quantitativer Korpusanalyse linguistische Merkmale von M\u00e4rchen zu analysieren. Anhand von international etablierten linguistischen Parametern verglichen wir damit die Komplexit\u00e4t der M\u00e4rchenliteratur von Hans Christian Andersen und den Br\u00fcdern Grimm. Zus\u00e4tzlich f\u00fchrten wir (in RStudio) auch eine Sentimentanalyse mit unseren zwei Korpora durch. Mit zwei Forschungsfragen war die Intention unserer Arbeit, besser zu verstehen, wie sich unterschiedliche Motive in der Sprache der Autoren reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>How does the language of the fairy tales by Hans Christian Andersen and by the Grimm brothers differ in linguistic complexity?<\/li>\n\n\n\n<li>How does the sentiment of the language of two of the most influential European authors of fairy tales reflect their varying motifs?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>142 M\u00e4rchen von Andersen sowie 209 M\u00e4rchen von den Br\u00fcdern Grimm (eine Gesamtausgabe der bekannten Kinder- und Hausm\u00e4rchen) konnten wir mittels Python aus dem Internet kompilieren, ohne viel Datenbereinigung durchf\u00fchren zu m\u00fcssen. Der Subkorpus der Textsammlung von Andersen enth\u00e4lt 389469 Tokens und 101086 Types. Der Subkorpus der Grimm-Texte besteht aus 322853 Tokens und 83070 Types. Das Textmaterial ist also nicht zur G\u00e4nze ausgeglichen und au\u00dferdem kann die aufmerksame LeserIn bemerken, dass von Andersen insgesamt zwar eine geringere Anzahl an M\u00e4rchen in den Korpus integriert ist, die totale und relative Subkorpusgr\u00f6\u00dfe bei dem d\u00e4nischen Autor jedoch trotzdem gr\u00f6\u00dfer ist als bei den Br\u00fcdern Grimm. Warum wir den Korpus in dieser Art erstellt haben und zu welchen Ergebnissen wir schlie\u00dflich mit unserer Arbeit gekommen sind, kann im Detail dem Projekt-Report entnommen werden. Die Resultate sind sicherlich auch f\u00fcr angehende LinguistInnen interessant, die sich bisher im Studium nicht mit M\u00e4rchen besch\u00e4ftigt haben. Uns ging es n\u00e4mlich besonders auch darum, die M\u00f6glichkeiten der Korpusanalyse mit R auszuloten. Eine Komplexit\u00e4ts- und Sentimentanalyse w\u00e4re in der Art unseres Skripts n\u00e4mlich sicherlich auch auf Textmengen ganz anderer Dom\u00e4nen anwendbar.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblickend &#8211; Ann\u00e4hernd &#8211; Vorausschauend. Dieser Trias \u00e4hnlich widmeten sich Manuel, Hannes und ich dem Vergleich zweier bekannter europ\u00e4ischer Varianten der Konzeption von M\u00e4rchen. Und selbiger Ansatz galt beinahe wortw\u00f6rtlich auch f\u00fcr den Workshop \u201eR\u00fcckblicke und Ausblicke auf die Angewandte Linguistik in \u00d6sterreich \u2013 eine gemeinsame Bestandsaufnahme von verbal und Emerging Linguists anl\u00e4sslich des 30. Geburtstags von verbal\u201c. Darum waren wir umso gl\u00fccklicher, als wir zuerst von Klaus Hofmann von dem Workshop erfuhren und in sp\u00e4terer Folge auch von der Teilnahmebest\u00e4tigung als Vortragende durch die Mitglieder von verbal und EL selbst. Die Workshop-Beitr\u00e4ge waren inhaltlich sehr vielf\u00e4ltig, sodass auch unser Projekt angenommen wurde. Die im Studium erworbenen digitalen Kompetenzen konnten wir im Fall unseres Projekts optimal zur Beantwortung unserer Forschungsfragen anwenden und genau das wollten wir auf der Tagung vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle drei war es das erste Mal, auf einer wissenschaftlichen Tagung vor dem Rednerpult zu stehen, und diese wertvolle Erfahrung werden wir uns gut in Erinnerung behalten. Edna und Sabine vom Verein verbal, sowie Laura und Ren\u00e9 von den Emerging Linguists haben den Workshop derma\u00dfen gut und angenehm geleitet, dass wir die Pr\u00e4sentation gerne und ohne (allzu gro\u00dfe) Furcht halten konnten. Der Raum, den der Workshop allen Anwesenden gab, war nicht nur gro\u00df und offen, sondern auch luftig und ohne Schwere &#8211; wie das Luftschloss an der Zimmerwand, das ein Ger\u00fcst f\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00df fortschrittliche, inklusive Sprachwissenschaft repr\u00e4sentieren soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten uns bei den VeranstalterInnen, allen Vortragenden und Teilnehmenden herzlich bedanken. Wir hoffen auf weitere <em>texthusiastische <\/em>Zusammentreffen!<\/p>\n\n\n\n<p>Repositorium: <a href=\"https:\/\/github.com\/Eszettfors\/grimm-andersen\">https:\/\/github.com\/Eszettfors\/grimm-andersen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag stellen Hannes Essfors, Manuel Meschiari und Stefan Ceska ihren Beitrag von der 48. \u00d6LT vor.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":820,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-818","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=818"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/818\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":822,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/818\/revisions\/822"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/emerginglinguists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}